Das Schlitzohr

(L`amour foot!)

Eine Komödie in fünf Bildern von R. Lamoureux .                                                            Deutsche Bühnenfassung von Charles Regnier.

Zum Stück:
Henri Donnadieu ist Bürgermeister von Saint-Plonget, einer französischen Provinzstadt. Im Augenblick ist er angesichts des ewigen Rivalen Dr. Catala, der von seinem eigenen Sohn unterstützt wird, und der zu lösenden Probleme besorgt um seine Wiederwahl. So haben gerade Jugendliche aus dem sozialen Brennpunkt der Vorstadtsiedlung in der Innenstadt randaliert. Der Verband der Einzelhändler, der neue Randale befürchtet, droht mit einem Protestzug und der Fußballverein steht kurz vor dem Abstieg. Im Mittelpunkt des nun folgenden Geschehens, das von dem Bestreben des Bürgermeisters geprägt ist die Wahl zu gewinnen, steht das pralle Leben in Saint-Plonget. Es geht um heimliche Liebschaften, echte Vaterschaften aber auch um Geld und Politik; vor allem aber um einen Bürgermeister, der alles ganz trefflich repräsentiert. Ein immer noch sehr aktuelles Stück.

Der Autor
Robert Lamoureux war Chansonnier, Schauspieler, Autor und Regisseur.
Bei Kriegsausbruch 1939 wurde er zur französischen Armee eingezogen und arbeitete nach seiner Entlassung in diversen Berufen. Daneben betätigte er sich erstmals künstlerisch, schrieb Gedichte und begann zu komponieren. Mit einem Chanson, das er für Yves Montand geschrieben hatte, machte er sich in der Musikszene von Paris einen Namen und schrieb danach Chansons, die er selbst vortrug. Robert Lamoureux wirkte auch in klassischen Theaterstücken mit und trat 1950 erstmals vor die Filmkamera. 1956 und 1959 spielte er in zwei Filmen den Meisterdieb Arsène Lupin. 1960 realisierte er zwei Filme als Regisseur, in denen er auch als Schauspieler auftrat. Da sich der erwünschte Erfolg nicht einstellte, zog er sich für über ein Jahrzehnt aus dem Filmgeschäft zurück und widmete sich ganz der Theaterarbeit. In den 70er Jahren feierte Robert Lamoureux ein erfolgreiches Comeback mit zumeist von ihm selbst inszenierten Filmkomödien. 1992 war er letztmals filmisch tätig. Die Komödie „Das Schlitzohr“ (Originaltitel „L‘Amour Foot“), in der Robert Lamoureux den Bürgermeister spielte, wurde 1992 in Paris uraufgeführt. Die deutschsprachige Übersetzung von Charles Regnier kam erstmals 1998 zur Aufführung.

 

Ein gemütliches Wochenende

(Au doigt et à L’oeil)

Kriminalkomödie in 4 Akten von Jean Stuart. Deutsche Bühnenfassung von Friedrich Kallina   

Schriftsteller Raymond wollte doch nur ein nettes Wochenende mit Monique verbringen. Da tauchen plötzlich Ehefrau Noelle, Schwiegermama und Freund Emile auf. Und damit nicht genug: Zwei Bankräuber brechen in das Haus ein und nehmen alle vier als Geiseln. Wie schön, dass Monique im rechten Moment kommt und sich in einen der Bankräuber verliebt … Im wilden Durcheinander vergehen und entstehen Beziehungen, wie es nur die Komödie möglich macht.

Zum Autor:

Jean Stuart wurde als Sohn spanisch-schottischer Eltern in Monaco geboren und trat nach einem Jurastudium in ein Chemieunternehmen ein. Allerdings entdeckte er seine Leidenschaft für den Rennsport und fuhr als Rennfahrer für Porsche und Ferrari. Nach einem schweren Unfall gab er diese Laufbahn wieder auf und arbeitete viele Jahre für eine Bergbaugesellschaft in Afrika. 1967 kehrte er nach Frankreich zurück und lernte dort Georges Simenon kennen – eine Begegnung, die ihn dazu veranlasste, in Zukunft seinen Lebensunterhalt als Schriftsteller zu verdienen. Bereits 1968 konnte er seinen ersten Roman veröffentlichen. Er schrieb Drehbücher für mehrere Filme und übersetzte Theaterstücke. 1972 fand in Paris mit großem Erfolg die Uraufführung seiner Kriminalkomödie „Au doigt et à l‘oeil“ („Ein gemütliches Wochenende“) statt. Das war der Beginn seiner Karriere als Bühnenschriftsteller. Im Jahr 1989 starb Jean Stuart völlig unerwartet.

Personen:                                                                          Darsteller:

Raymond Villardier   (Schriftsteller)                                 Roland Arnold

Noelle Villardier         (Frau von Reymond)                      Christine Wolkersdorfer

Simone                     (Mutter von Noelle)                         Gertrud Kunz

Monique                    (Freundin von Raymond)               Sandy Wetzel

Maxime Larain          (Bankräuber)                                  Peter Deuber

Angelo                       (Bankräuber)                                 Manfred Ginaiger

Emile                         (Bankier)                                       Christoph Stanka

Vicky                          (Freundin von Emile)                    Petra Bauer

Dambier                     (Kriminalpolizistin)                       Alexandra Schmidt

Suzanne                     (Haushälterin)                             Sieglinde Hummel

Bühne                                                                             Wolfgang Hupfer

Bühnenbau                                                                     Hans-Martin Braun

                                                                                       Günter Hummel

                                                                                       Wolfgang Hupfer

                                                                                       Walter Kunz

Licht/Ton                                                                         Karin Hupfer

                                                                                       Wolfgang Hupfer

Regie                                                                              Walter Kunz

Regieassistenz                                                              Edith Eichhorst

Souffleuse                                                                      Melanie Ginaiger

                             4 Akte / Pause nach dem 2. Akt

 

 

 

 

 

 

“JEDER FÜR MICH”

 

Colas, Daniel

Jeder für mich

Claudia mag nicht mehr. Zwei Jahre hat sie es ausgehalten mit Max, dem Schmarotzer, Schwätzer und Scheusal. Jetzt ist Schluss mit der Beziehung. Eines Abends lässt sie ihn einfach nicht mehr in die Wohnung hinein. So kommt es, dass Max durch die Nacht irrt und ein Schlafquartier sucht, bis er im frühen Morgengrauen bei Lucie, Claudias bester Freundin, vor der Tür steht und sich mit einer dreisten Notlüge Einlass verschafft.
Mit der Folge, dass Lucie, erfolgreiche und freiheitsliebende Fernsehjournalistin, sich plötzlich zwischen zwei Männern sieht: Max, dem aufdringlichen und egoistischen Schriftsteller, und Gerard, ihrem Lebensabschnittgefährten, der weder diese morgendliche Ruhestörung noch Max’ penetranten Versuch, sich in Lucies Wohnung einzunisten, komisch findet. Gerard kann – trotz heftiger Wortgefechte und turbulenter Wutausbrüche – nicht verhindern, dass Lucie an Max mehr Gefallen findet als an ihm.
Und so zieht Max letztendlich bei Lucie ein, und Gerard, der Verlierer, zieht aus. Lucie erlebt einen wundersamen Rückfall in längst überwunden geglaubte Rollenmuster, entwickelt eine Anhänglichkeit und einen häuslichen Familiensinn, der ganz im Gegensatz zu den Verlautbarungen in ihren Sendungen steht, in denen sie noch immer verkündet, dass jeder Teil eines Paares nur stark und frei bleiben kann, wenn man nicht unter einem Dach zusammenlebt…

“Ein leichtfüßiges Spiel um die Liebe, das seinen Glanz aus dem Rhythmus der Sätze und der bewusst verschlungenen Grammatik bekommt. Es handelt sich um vier substanzielle Rollen, die alle reich an schauspielerischen Möglichkeiten sind und deren jede ihren Höhepunkt hat.” (Charles Regnier)

PRESSE:
“Spritzig, witzig, leicht, Boulevardtheater im besten Sinn mit viel Situationskomik und Sprachwitz.” (Norddeutsche Rundschau, 12.02.1996)

Daniel Colas ist in Frankreich seit über dreissig Jahren als Autor, Regisseur und Schauspieler bestens bekannt. 1970 erhielt er den “Premier Prix du Conservatoire National de Paris” und 1972 den “Prix Gerard Philippe”. ‘Jeder für mich’ ist sein bisher größter Erfolg als Bühnenautor.

Uraufführung: Juli 1984, Théâtre Gaite Montparnasse
DEA: 10.02.1996, Neue Schaubühne München, im Theater Itzehoe

Regie

Walter Kunz

Mitwirkende

 

 

 

 

 

 

Lucie

Gertrud Kunz

 

 

Max

Christof Stanka

 

 

Claudia Daniela Beckmerhagen

 

 

Gerard

Peter Deuber

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Regieassistenz

Edith Eichhorst, Manfred Ginaiger

 

 

 

 

 

 

Bühne

Wolfgang Hupfer

 

 

Bühnenbau

Hans- Martin Braun, Günter Hummel, Walter Kunz, Wolfgang Hupfer

 

Licht/Ton

Karin Hupfer  Wolfgang Hupfer

 

 

 

 

 

Kostüme

Gertrud Kunz

 

 

 

 

 

 

Maske

Karin Hankowetz

 

 

 

 

 

 

Souffleusen

Melanie Ginaiger

 

 

 

 

 

 

Requisiten

Walter Kunz

 

 

“Doppeltüren”

Der Autor

Alan Ayckbourn, geboren 1939 in London, wächst mitten in der Welt der Muse auf. Sein Vater ist Musiker im Londoner Symphonieorchester, seine Mutter schreibt Kurzgeschichten für Frauenzeitschriften und erfolgreiche Liebesromane.

Alan Ayckbourn spielt als Schüler und Student Theater und schreibt erste Sketche für Schüleraufführungen. 1959 folgt sein erstes Theaterstück. Bis heute wurden es über 50 – mehr als Shakespeare geschrieben hat! Er gilt als einer der erfolgreichsten britischen Bühnenautoren. Sein erstes Erfolgsstück “Halbe Wahrheiten” hatte 1967 in London Première, 1993 schreibt er “Communicating Doors”.

 

Inhaltsangabe

Wir schreiben das Jahr 2012 und befinden uns in London.

Was würde geschehen, wenn … wir zum Spass und nur für eine Nacht das Zeitrad zurückdrehen könnten …

Die Geschichte spielt im Regal Hotel, London WC2, immer in derselben Suite, aber in drei verschiedenen Zeiten.

Mit herrlichem englischen Humor lässt der Erfolgsautor Alan Ayckbourn seine Figuren in “Doppeltüren” Zeitreisen machen. Als hervorragender Beobachter von Sitten und Schwächen der englischen “Middle Class” gibt er drei Frauen die Möglichkeit, ihr eher düsteres Schicksal nochmals in ihre Hände zu nehmen.

Auf der Flucht vor ihrem Mörder, landet die 30-jährige Domina durch eine geheimnisvolle Doppeltüre in demselben Zimmer, aber zwanzig Jahre früher, bei der zweiten Gemahlin ihres Kunden und Auftraggebers. Eine verworrene Geschichte nimmt ihren Lauf und führt die beiden Frauen unter anderem auch in die Hochzeitsnacht der ersten Gemahlin, nochmals zwanzig Jahre früher.

Schon nur die Vorstellung, dass eine reiche englische Lady mit einer Peitschenfrau zusammen versucht, dem Schicksal eine neue Wende zu geben, ist es wert, das Stück aufzuführen.

Es ist ein anspruchsvolles Rollenstück für drei Frauen und drei Männer, die sich zum Teil während des Stückes auch noch um zwanzig Jahre “verjüngen” oder “altern” müssen. Die Situationen und Figuren sind sehr lustvoll beschrieben, die Zeitreisen oft sehr verzwickt, denn immer wieder taucht die Frage auf, in welcher Zeit man wirklich tot sein kann und in welcher nicht. So kommen die drei Frauen auch des öftern nur haarscharf mit dem Leben davon, doch sie schaffen es, und wie!! Eine fiktive Geschichte, voller Spannung und Humor!

 

Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek

 

Regie

Walter Kunz

Mitwirkende
Phoebe Daniela Beckmerhagen
Reece Peter Deuber
Jessica Martha Monse
Ruella Gertrud Kunz
Julian Christoph Stanka
Harold Manfred Ginaiger
Regieassistenz Edith Eichhorst
Bühne Wolfgang Hupfer
Bühnenbau Hans-Martin Braun, Günter Hummel, Walter Kunz, Wolfgang Hupfer
Licht/Ton Karin Hupfer
Wolfgang Hupfer
Kostüme Gertrud Kunz
Maske Karin Hankowetz
Souffleusen Melanie Ginaiger
Requisiten Walter Kunz